Am Freitag, den 26. Juni 2026, um 10.35 Uhr hat das Literaturmagazin LESART von Deutschlandfunk Kultur die soeben erschienene Briefausgabe Rolf Dieter Brinkmann: Briefe. Band I: 1956 bis 1959 (Wallstein Verlag) besprochen. Der Kritiker Maximilian Mengeringhaus hat im Vorfeld das Gespräch mit den Herausgebern Markus Fauser und Annkathrin Sonder gesucht und von ihnen Hintergrundinformationen zur Edition erhalten.
Mengeringhaus würdigt die Vechtaer Ausgabe als philologisch mustergültige Edition und hebt hervor, dass mit ihr nach langer Zeit wieder eine Brinkmann-Publikation mit echtem Substanzgewinn vorliege. Im Zentrum der Besprechung stehen Brinkmanns Jugendjahre von 1956 bis 1959: die täglichen Liebesbriefe an seine frühe Gefährtin Elisabeth Piefke, seine Lektüreeindrücke von Celan und Jazz, der frühe Verlust der Mutter, das Verlassen des Gymnasiums und die ersten Versuche, Gedichte bei Verlagen und Zeitschriften unterzubringen. Mengeringhaus sieht in diesen Briefen einen hochsensiblen jungen Mann, der sich schreibend seinen Weg bahnt, und zugleich den Stellvertreter einer ganzen Generation von Kriegskindern.
Der Beitrag ist in der Audiothek von Deutschlandfunk Kultur abrufbar und steht unten auch als Text zum Download bereit.

Zum Anhören:
LESART-Beitrag vom 26. Juni 2026
Zum Lesen:
Besprechung als Text
„Herold einer kaputten Generation“ – die vollständige Kritik von Maximilian Mengeringhaus als PDF.
Quelle:
Maximilian Mengeringhaus: „Herold einer kaputten Generation“.
Deutschlandfunk Kultur, LESART, 26. Juni 2026.
